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hier findet Ihr Tricks und Kniffe, die dem Z-Freund das Leben erleichtern (könnten)

 

 Schrauben & Gewinde - Scheiden und bohren - Gewindelehre für jedermann

An Bikes finden sich Schrauben, Gewindestanden und Muttern mit diversen Gewinden.
Um festzustellen,
um welche Gewindeart es sich handelt, wird nicht unbedingt eine
Gewindelehre benötigt. Wenn man weiß, welche Normschrauben welche Steigung hat,
kann damit auch die Steigung von anderen Gewinden geprüft werden.

Du kannst auch eine Dir bekannte Schraube nehmen und draufdrrehen, bzw. im
Tabellenbuch bzw. unten nachsehen, was z.B. M6 / M8 etc. für ne Steigung hat und
diese als "Gewindelehre" verwenden und gegen die andere Schraube halten.

M6 - Steigung 1,0 mm
M8 - Steigung 1,25 mm
M10 - Steigung 1,5 mm
M12 - Steigung 1,75 mm
M14 - Steigung 2,0 mm


Gewinde sollen nicht trocken laufen.
Sind sie geschmiert, fressen sie weniger an und verschleissen nicht beim Ein- und
Ausschrauben. An heissen Stellen wie Auspuff, Zündkerze, etc. nur spezielle,
hitzefeste Pasten verwenden.

Beim metrischen Gewinde sind die Spitzen flach, damit sich im Grund ein Hohlraum
(nicht dichtendes Gewinde) für Schmierstoffreserve bildet. Muttern und
Schraubenköpfe nicht mit Zangen und verstellbaren Schraubenschlüsseln traktieren.
Anständiges Werkzeug lohnt sich auf die Dauer. Schrauben die in Alu-Bauteilen sitzen
sind möglichst mit dem vorgeschriebenen Drehmoment per Drehmomentschlüssel zu
sichern, z.B. 10 mm Zündkerzen mit 12 Nm.

Beim Gewindeschneiden von Hand mit dem Gewindebohrer unbedingt darauf achten,
dass der Bohrer mit der Bohrung fluchtet. Zum Beispiel mit einem Winkel laufend
kontrollieren. Dies gilt um so mehr für Aussengewinde, welche mit dem Schneideisen
geschnitten werden. Achtet man nicht auf rechtwinklige Lage des Schneideisens zum
Bolzen, so erhält man ein Gewinde das eiert. Steht eine Drehbank zur Verfügung kann
das Schneideisen rechtwinklig geführt werden, indem man die Pinole anstellt und
während dem Schneiden nachführt. Gewindebohrer und Schneideisen schmierst du
beim Schneiden mit Schneidöl oder Fett. Für schwierige Werkstoffe (rostfreier Stahl,
Alu, Kupfer) sind spezielle Schmierstoffe im Handel.

Fest sitzende Schrauben mit Schlitz oder Kreuzschlitz lassen sich per Schlagschrauber
lösen. Auf den Schlagschrauber schlägst du mit kräftigem Schlag und schwerem
Hammer (1.5-2 kg). "Nageln" vermag die Schraube nicht zu lösen und die Drehbewegung des Schlagschraubers zerstört den Schraubenschlitz.

Um Schrauben und Muttern am unbeabsichtigten Lösen zu hindern unterlegt man
sie mit Federring, Fächerscheibe, Zahnscheibe, Tellerfeder oder setzt eine
Selbstsichernde Mutter (Stoppmutter) auf den Bolzen. Falls es die Platzverhältnisse
zulassen kann auch eine Kontermutter aufgesetzt werden. Für hartnäckige Fälle oder wenn das Gewinde dicht sein muss, empfehlen sich Klebstoffe
wie Loctite. Mit Klebstoff zu sichernde Schrauben und Muttern müssen fettfrei sein.

Ausgerissene Gewinde an Alu-Bauteilen sind oft ein Ärgernis an modernen Bikes.
Die einfachste Reparatur wäre das Schneiden des nächst grösseren Gewindes. Dies
ist aber meist nicht möglich, weil die Wandstärken um Gewinde und Schraubenloch zu
knapp sind. Da hilft nur die Reparatur per Heli Coil oder Time Sert. Diese Methode ist
platzsparend und das Gewinde ist von höherer Festigkeit als das originale Alu-Gewinde. Die Komponenten müssen hierzu demontiert werden, damit das
Eindrehwerkzeug aufgesetzt werden kann.

Abgebrochene Gewindebohrer sind meist ein Fall für die mechanische Werkstatt.
Im Handel sind Ausdrehwerkzeuge mit zwei, drei oder vier verschiebbaren Stiften welche in die Nuten des abgebrochenen Gewindebohrers zu stossen sind. Das
Ausdrehwerkzeug versucht man mit Hilfe eines Windeisens in Ausdrehrichtung zu
drehen. Nur allzu oft brechen auch die Stifte des Ausdrehwerkzeugs in den Nuten
des Gewindebohrers. Damit ist der Gang zur Werkstatt unvermeidbar geworden.
Dort werden abgebrochene, festsitzende Spiral- und Gewindebohrer per
Funkenerosion schmerzlos entfernt.

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Fortsetzung folgt ...

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 27. Februar 2011 um 19:49 Uhr

 
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